Entwicklung der Bluetooth-Schnittstelle
In den späten 90er Jahren wurde dem Kabelgewirr unterm Schreibtisch mit der Bluetooth-Schnittstelle der Kampf angesagt. Sie basiert auf dem IEEE 802.15.1 Industriestandart und ist für den Nahbereich gedacht. Sie dient dazu PDA’s, Mobiltelefone, Mäuse und viele andere Geräte Kabellos mit dem PC zu verbinden und das bei einer hohen und Störungsamen Übertragungsrate. Bevor es Bluetooth gab, existierten zwar auch verschiedenste Funk- und Infrarot Schnittstellen, doch mit seiner Einführung setzten große Unternehmen wie HP, IBM oder Digital einen weltweit breit akzeptierten Standard. Insgesamt waren an der Entwicklung von Bluetooth rund 30 Unternehmen beteiligt.
Inzwischen gibt es eine ganze Reihe verschiedener Standards. Die älteren unter ihnen wie Bluetooth 1.0, 1.1 sowie 1.2 kommen mit einer Übertragungsrate von 732,2 kBit/s daher. Neuere Varianten wie Bluetooth 2.0 + EDR die seit 2004 auf dem Markt sind leisten bereits 2,1 MBit/s, eine Geschwindigkeit die die der meisten Internetverbindungen übersteigt und für das Übertragen von Bildern, Dokumenten, Videos oder einfach nur Benutzereingaben mehr als ausreichend sein dürfte. Dadurch das die Bluetooth-Schnittstelle auch als außerordentlich übertragungssicher sowie ausfallresistent gilt, ist sie inzwischen ein weit verbreiteter und akzeptierter Standard, der nicht nur in der PC-Industrie anerkannt wird, sondern auch bei den Herstellern der entsprechenden mobilen Geräten.
Bluetooth ist daher aus der heutigen IT-Welt kaum mehr wegzudenken. Neben den Direktverbindungen zu Rechnen, können mobile Endgeräte mit Bluetooth auch untereinander Verbindungen herstellen oder gar ganze Netzwerke spannen. Ein derartiges als Piconet bezeichnet Netzwerk kann bis zu 255 Teilnehmer aufnehmen. Es können dabei bis zu acht Geräte gleichzeitig aktiv sein. Ein einzelnes Bluetooth-Gerät kann mit der heutigen Technik sogar in mehreren solchen Piconets unterwegs sein. Auch für die Zukunft sind weitere interessante Features, zum Beispiel mit der Seattle Release in der Mache.
